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dichte Rauchschwaden über der Müritzstadt

Großbrand Röbeler Innenstadt

Nicht nur eine dichte Nebelwand lag heute über der Innenstadt von Röbel. Gegen 14:30 Uhr verkündeten die Sirenen der Müritzstadt ein Feuer, das mitten in der Innenstadt ausgebrochen war. Von der Großen Stavenstraße aus zogen dichte schwarze Rauchschwaden empor. Aufgeregt liefen Anwohner über die Straßen. „Mach alle Fenster zu“, rief ein junger Mann in Richtung einer betagten Seniorin. Nur wenige Minuten nach der Alarmierung erreichten die ersten Einsatzfahrzeuge der Röbeler Feuerwehr die Einsatzstelle. „Hier brennt es in einem leer stehenden Haus“, wurden sie vom Notrufer eingewiesen. Stroh, Holz und jeglicher Unrat lagerten in dem seit Jahren verwaisten Gebäude. Zügig verschaffte sich Wehrführer Harald Westphal, der als erster am Ort des Geschehens war, einen kurzen Überblick. Schnell wurde klar: Auch wenn hier keine Menschen unmittelbar in Gefahr sind, muss Verstärkung ran. Zu unübersichtlich war die Lage, zu eng die Bebauung. Die Feuerwehren aus Ludorf und Sietow verstärkten die Reihen der Röbeler Löschmänner, die nur unter schwerem Atemschutz gegen die Flammen in dem zweistöckigen Haus vorgehen konnten. Ebenfalls an die Einsatzstelle wurde die Drehleiter der Inselstadt Malchow beordert. Von mehreren Seiten konnte jetzt ein Löschangriff aufgebaut werden. Über zwei nahegelegene Hydranten wurde das Löschwasser gefördert. Nach einer halben Stunde konnte den schlimmsten Befürchtungen Entwarnung gegeben werden. Durch den schnellen Einsatz der umliegenden Feuerwehren konnte das Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Wohnhäuser verhindert werden. Aber nicht nur die Feuerwehrleute hatten alle Hände voll zu Tun. Die Polizei, die mit zahlreichen Beamten das Einsatzgebiet absperrte, wurde von dutzenden Schaulustigen in Atem gehalten. Zu groß war die Sensationslust, welche die offensichtlichen Gefahren durch den Rauch vergessen ließen. Während der Löscharbeiten wurde die Innenstadt für den Straßenverkehr weiträumig abgeriegelt – es kam somit zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Ob der jüngste Brand auf das Konto eines Feuerteufels oder eines Kinderstreiches geht, wurde bereits gestern ausgiebig von Anwohnern diskutiert. Dies muss aber jetzt die Kripo klären, die noch während der Brandbekämpfung die Arbeit aufgenommen hatte.

» Röbel/Müritz, am 23.11.2011

Brand in der Innenstadt von Röbel/Müritz

Brand in der Innenstadt von Röbel/Müritz

Nachlöscharbeiten dauerten mehrer Stunden

Auch nach dem mehrstündigem Einsatz, war noch lange nicht für die Feuerwehren an Ruhe zu denken. Am 24.11. musste die Röbeler Feuerwehr gegen 1 Uhr morgens und auch um 11 Uhr nochmals ausrücken, um letzte Glutnester zu beseitigen.