Das Urteil gefallen - Tschüß Müritzkreis
Nun ist es amtlich. Der Richterspruch zum Urteil über die Kreisgebietsreform in Mecklenburg-Vorpommern ist heute in Greifswald gefallen.
Die Klage der Landkreise Müritz, Ludwigslust, Ostvorpommern, Rügen und Uecker-Randow sowie der beiden kreisfreien Städte Wismar und Greifswald gegen das Landkreisneuordnungsgesetz wurde von den sieben obersten Richter des Landes Mecklenburg-Vorpommern abgewiesen. Somit wird es ab dem 4. September in Mecklenburg-Vorpommern anstelle der jetzigen zwölf Landkreise und sechs kreisfreien Städte nur noch sechs Großkreisen und die beiden kreisfreien Städte Rostock und Schwerin geben.
Am 4. September 2011 werden durch dieses Gerichtsurteil plangemäß die Landrats- und Kreistagswahlen sowie die Wahl zu den zukünftigen Namen der Großkreise stattfinden.
Die Bildung der Großkreise wurde im Juli 2010 in einem zweiten Anlauf vom Landtag beschlossen. Somit fließt auch der Müritzkreis in einen Großkreis, vermutlich dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, ein. Er bildet dann mit der Stadt Neubrandenburg und den ehemaligen Landkreisen Demmin und Mecklenburg-Strelitz den bundesweit größten Landkreis. Mit 5468 Quadratkilometern liegt er dann deutlich über der angestrebten Verwaltungsfläche von 5000 Quadratkilometern. Dieses Manko hielt die Richter aber nicht von der Klageabweisung ab.

