Wasserrettungsdienst im Müritzkreis
Der größte deutsche Binnensee lockt jährlich tausende von Wassersportfreunden in die Müritzregion, um ihrem Hobby nachzugehen. Zahlreiche Fahrgastschiffe pendeln zudem zwischen » Waren, » Röbel, » Rechlin und » Malchow und transportieren zeitgleich mehrere hundert Passagiere. Um die Sicherheit von Einheimischen und Touristen auf den Gewässern im Müritzkreis zu gewährleisten, hält die DRK Wasserwacht seit vielen Jahren eine schlagkräftige Flotte von fünf Rettungsbooten vor. Von den Standorten Waren, Röbel und Malchow rücken Bootsführer, Rettungsschwimmer und Rettungsassistenten aus, um bei Unfällen oder medizinischen Notfällen auf dem Wasser schnell zu helfen. Seit dieser Saison ist zudem die Wasserrettungsstation in Waren (Müritz) hauptamtlich besetzt. So können die Einheiten binnen Sekunden ausrücken und schnell professionelle Hilfe leisten. Hierbei geht das Einzuggebiet der Wasserretter über die » Müritz, den » Kölpinsee, den » Jabeler See, den » Fleesensee und den » Plauer See. Hinzu kommen zahlreiche kleinere Gewässer und Verbindungskanäle. Das Deutsche Rote Kreuz hält weiterhin eine Tauchergruppe und eine Rettungshundestaffel für Einsätze an der Mecklenburgischen Seenplatte vor.
Erreichbar ist die DRK Wasserwacht über die bundeseinheitliche Notrufnummer 112.
Hinweise für Wassersportler
Jedes Jahr sterben ca. 150000 Menschen weltweit durch Badeunfälle! Um dem vorzubeugen, gilt es einige Richtlinien zu befolgen.
- nicht überhitzt ins kalte Wasser springen
- keinen Kopfsprung in unbekannte Gewässer
- bei Gewitter wird das Baden im Wasser zur Lebensgefahr
- keine langen Strecken alleine Schwimmen
- Schwimmwesten bei Bootsfahrten tragen - gilt auch für gute Schwimmer
Erste Hilfe bei Ertrinkungsunfällen
- den Notruf 112 absetzten und eine Beschreibung des Notfalls und des Einsatzortes melden
- unter Beachtung des Eigenschutzes sollten Rettungsversuche unternommen werden
- nicht direkt auf den Ertrinkenden zu schwimmen - Hilfsmittel benutzen
- Schwimmkondition einteilen, da der Rückweg meist doppelt so schwer wird
- gerettete bewusstlose Personen mit Atemspenden versorgen - Mund-Rachen-Raum inspizieren und Fremdkörper entfernen
- bei Herzkreislaufstillstand mit der Reanimation (30 Herzdruckmassagen und jeweils zwei Atemspenden im Wechsel) beginnen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fortführen

