Sicheres Fahren unter Blaulicht und Martinshorn
Mit Blaulicht und Martinshorn bahnen sich die Fahrzeuge der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks oder der Sanitätsdienste ihren Weg durch die Straßen der Mecklenburgischen Seenplatte. Oftmals sitzen ehrenamtliche Helfer hinter den Lenkrädern und versuchen, mit höchster Eile und unter enormen Stressbelastungen den Einsatzort zu erreichen. Doch es geht nicht nur um hohe Geschwindigkeiten, sondern vielmehr um sicheres Ankommen. Bei Einsatzfahrten mit Blaulicht und Martinshorn ist die Unfallquote nahezu viermal so hoch wie bei normalen Fahrten. Dem will der EinsatzFahrerAusbildungsVerein, der im vergangenen Jahr durch einige ehrenamtliche Helfer des Müritzkreises ins Leben gerufen wurde, entgegenwirken. Sie wollen sich für mehr Fahrpraxis und dem richtigen Umgang mit Stress einsetzten. Hierfür bietet der Verein spezielle Fahrsicherheitstrainings an, mit denen das Wissen der Einsatzfahrer erweitert werden soll. Wie das funktioniert, zeigten die Verantwortlichen am Wochenende auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Lärz. Hier, auf einer Fahrstrecke der Bundespolizei, konnte der Verein die vielfältigen Möglichkeiten des Fahrsicherheitstrainings beim ersten Tag der offenen Tür offen legen. Auch wenn noch nicht alle verantwortlichen Leiter die Wichtigkeit dieser Aktion erkannt haben, folgten weit über 100 Einsatzkräfte mit 20 Fahrzeugen der verschiedenen Hilfsorganisationen der Einladung am Sonnabend. Nach kurzen theoretischen Einweisungen wurden selbst erfahrenen Maschinisten die Leistungsgrenzen gezeigt. Immer wieder hieß es, die Rettungsfahrzeuge auf trockener sowie nasser Fahrbahn zu beschleunigen und gezielt mit einer Gefahrenbremsung rechtzeitig zum Stehen zu kommen. Auf verschiedenen Hindernisstrecken mussten zudem Rettungs- und Gerätewagen sowie schwere Löschfahrzeuge auf einem engen Parcours manövriert werden. Neben jeder Menge Spaß und Erfahrungsaustauschen brachte der erste Tag der öffnen Tür beim EinsatzFahrerAusbildungsVerein die Erkenntnis: Ein solches Angebot ist nicht nur wichtig, sondern auch nötig, um Mannschaft und Gerät gesund und heil zum Einsatzort und auch wieder zurück zu bekommen.
» Lärz, am 13.08.2011

