auf dem Malchower Rosinenberg gepflanzt
Die Elsbeere hat im Laufe der Jahrhunderte viele Namen erhalten. So zum beispielsweise den Namen Ruhrbirne, da die Früchte ein bekanntes Mittel gegen Durchfallerkrankung waren. Weiterhin ist sie auch unter den Namen Atlasbaum, Atlasbeere, Arisbeere, Arlesbeere, Els-Vogelbeere, Elzbeere, Alzbeere, Schweizer Birnbaum und Wilder Sperberbaum bekannt. Die edle Unbekannte, wie die Elsbeere unter Fachleuten gerne genannt wird, ist nach aktuellen Umfragen bei den meisten Menschen gänzlich fremd. „Das war mit einer der Gründe, warum die Wahl für das Jahr 2011 als Baum des Jahres auf die Elsbeere gefallen ist“, so Joachim Albrecht. Der Revierförster aus dem Bereich Biestorf begrüßte Malchower Naturfreunde Wochenende, die zur Pflanzung des Jahresbaumes in den Lindenweg gekommen waren. „Hier, wo eins eine prächtige Bockwindmühle stand, pflanzen wir heute den Baum des Jahres 2011“, so der Weidmann. Das edle Holz des Baumes, seine prächtige Blüte sowie die phantastische Verfärbung zum Herbst hin, sowie die Tatsache, dass die Elsbeere in Gesamtdeutschland wachsen kann, brachte die Entscheidung der Jury. „Am liebsten wächst die Elsbeere dort, wo auch Wein wachsen würde“, erklärte Joachim Albrecht. Aus dieseGrund viel die Standortwahl auf den Rosinenberg. Denn hier versuchten sich vor geraumer Zeit Weinbauern in ihrem Glück. „Aber der Boden war so beschaffen, dass die Trauben an den Rebstöcken vertrockneten- daher auch der Name Rosinenberg.“ Da die Elsbeere keine Selbstbefruchtung zulässt, pflanzten die Naturfreunde, unter ihnen auch Bürgermeister Joachim Stein gleich zwei Bäume auf der Anhöhe. Noch vor einhundert Jahren stand hier eine hölzerne Bockwindmühle, bis sie im Sommer 1908 niederbrannte.
» Malchow, am 17.04.2011
Elsbeere, Baum des Jahres, in Malchow gepflanzt

