Großbrand durch Zündelei im leer stehenden Gebäude
Einen schnellen Ermittlungserfolg konnte die Kripo nur 24 Stunden nach einem Großbrand in Röbel verbuchen. Zwei 14-jährige Jugendliche der Müritzstadt haben zugegeben, für ein verheerendes Feuer in der Innenstadt verantwortlich zu sein, das am Mittwoch in der Großen Stavenstraße ausgebrochen war. Zigaretten geraucht und aus Langerweile im Stroh gekokelt – das war die lapidare Ursache für das sich rasch ausbreitende Feuer. Am 23. November wurde die Freiwillige Feuerwehr Röbel zu einer Rauchentwicklung in die Altstadt von Röbel alarmiert. Auch wenn es nur wenige Minuten dauerte, bis die ersten Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn in die Große Stavenstraße einbogen, reichte es den Flammen, um das gesamte leer stehende Gebäude in Vollbrand zu setzen. Eine riesige Rauchsäule stieg in den mit Nebel verhangenen Himmel auf und verdunkelte die Großteile der Müritzstadt. Einsatzleiter und Wehrführer Harald Westphal ließ nur wenige Minuten nach seinem Eintreffen weitere Kräfte nachalarmieren. Stroh, Holz und viel Unrat boten den Flammen reichlich Nahrung in dem zweigeschossigen Gebäude, das seit vielen Jahren ungenutzt stand. Nicht nur die Anwohner hatten Angst um ihre Wohnhäuser, auch der Feuerwehr machten die enge Bebauung und die sich immer weiter ausbreitenden Flammen Sorgen. Verstärkung der Löschmannschaften kamen aus den Reihen der Feuerwehren Sietow und Ludorf. Auch die Drehleiter aus Malchow musste angefordert werden, um dem Feuer Herr zu werden. Mit mehreren Strahlrohren und unter schwerem Atemschutz gelang es den Einsatzkräften das Feuer unter Kontrolle zu bringen und von den angrenzenden Wohnhäusern fernzuhalten. Mehrere Stunden dauerten die Löscharbeiten und auch in der darauffolgenden Nacht musste die Röbeler Feuerwehr zwei Mal ausrücken, um letzte Glutnester zu beseitigen. Am Mittwoch mussten Großteile der Innenstadt von Röbel für die Löscharbeiten gesperrt werden. Es gab hierdurch erhebliche Verkehrsprobleme.
» Röbel/Müritz, am 24.11.2011

