Lärzer Radweg verbindet Landkreise
In der Erschaffung einer guten und funktionierenden Infrastruktur, gibt es scheinbar schon lange keine kreislichen Grenzen und Barrieren mehr. Bester Beweis hierfür, ist der jüngst eröffnete neue Radweg, der die Ortschaften Rechlin im Müritzkreis und Mirow im benachbarten Landkreis Mecklenburg-Strelitz verbindet. Aus diesem Grund kamen auch ungewöhnlich viele Einwohner, unter ihnen auch zahlreiche Schüler der beiden Orte, sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Tourismus. Selbst Staatssekretär Sebastian Schröder, der in Vertretung für den Landesverkehrsminister anwesend war, verfolgte das feierliche Treiben. Als Vertreter der lokalen Politik überzeugten sich Müritz-Landrätin Bettina Paetsch (CDU), Heiko Kärger (CDU), seines Zeichens Landrat in Mecklenburg-Strelitz, Wolf-Dieter Ringguth (CDU), als stellvertretender Bürgermeister von Rechlin, sowie Heiner Müller (SPD), Bürgermeister des Verwaltungssitzes Röbel, von dem gelungenen Projekt, das als Radweg fernab der Bundesstraße für mehr Sicherheit sorgen soll. I
n geschichtlicher Betrachtung und Zeichen setzend waren ebenfalls Prinzessin Sophie Charlotte und eine Bernstein-Nixe anwesend. Sie wurden in bunten Kostümen von Jasmin Altmann aus Mirow und Claudia Hinz aus Rechlin verkörpert. Schnell wurde klar, hier wurden nicht nur zwei Städte und Gemeinden mit dem Radweg verbunden sondern die mecklenburgische Kleinseenplatte wurde mit der Großseenplatte vereinigt. Zur Belohnung trägt der Bund die Gesamtbaukosten, die mit immerhin 760.000 Euro alleine von den Gemeinden nicht gestemmt werden könnten. „Dabei sahen vor vielen Jahren die ersten Pläne noch ganz anders aus“, erinnerte Wolf-Dieter Ringguth. Frühzeitig entschloss sich Rechlin, die alte marode Bahnstrecke von der Deutschen Bahn AG zu kaufen. „Fortan besaßen wir Grundstück, wenn auch sehr klein, in Mecklenburg-Strelitz“, so der damalige Bürgermeister. Verschiedene Möglichkeiten, wie die Inbetriebnahme eines Triebwagens als Transferverkehrsmittel oder gar eine historische Dampflok sollten die Bahntrasse befahren. „Die Folgekosten wären aber ins unermessliche gegangen.“ Auch ein Draisinenbetrieb wurde aus wirtschaftlichen Gründen zu den Akten gelegt und die Idee für einen elf Kilometer langen Fahrradweg wurde geboren. „Es ist der allererste Radweg, der straßenbegleitend und dennoch trassenfern verläuft“, so Wolf-Dieter Ringguth.
» Lärz, am 13. Mai 2011
Landräte übernahmen erste Testfahrt

