von Silz und Sparow nach Alt Schwerin mit dem Rad
Der Fahrradtourismus ist aus Mecklenburg-Vorpommern und gerade aus dem Landkreis Müritz nicht mehr wegzudenken – das ist auch Jürgen Seidel (CDU), Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus in MV und ehemaliger Landrat an der Müritz bekannt. „Unser Land wird bei Touristen immer beliebter. Daher ist der Ausbau von Radwegen für das Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern besonders wichtig, denn viele Gäste erkunden die Region mit dem Fahrrad“, so Seidel am vergangenen Freitag. Am Fuße des Teerschwelerofens von Sparow traf er auf Landrätin Bettina Paetsch, zahlreichen Einwohnern und auf die beiden Bürgermeisterinnen, Birgit Kurth und Almuth Köhler, der Gemeinden Nossentiner Hütte und Silz. „Wir eröffnen nun bereits den fünften Radweg für dieses Jahr“, erklärte Jürgen Seidel das Zusammentreffen etlicher Fahrradbegeisterter im kleinen Ortsteil Sparow. Insgesamt 3746 Meter asphaltierter, und teils mit Brechsand erstellten, Radweg, der Silz mit Alt Schwerin verbindet. Mit Hilfe des Konjunkturpaketes II konnte das 394.741 Euro teure Projekt realisiert werden. Aus dem Fördertopf des Landes kamen 318.100 Euro. Weitere 76.641 Euro teilten sich der Landkreis Müritz sowie die anliegenden Gemeinden. Innerhalb von vier Monaten konnte der neue Radweg erstellt werden. „Früher war das hier sehr gefährlich für Biker“, schätze Jürgen Seidel ein. Nun stellt dieses Teilstück eine wichtige und sichere Verbindung des Radwegenetzes zwischen Plauer See und Eiszeitroute dar. Sie eröffnet neue Möglichkeiten für bereits vermarktete Strecken und machen den Fahrradtourismus in der Müritzregion noch attraktiver. Im Zuge der Erstellung des Radweges wurden als Ausgleichsmaßnahme unteranderem am Poppentiner Graben Heckenpflanzungen vorgenommen. Landrätin Bettina Paetsch sah die Eröffnung der neuen Fahrradstrecke als richtigen Weg und verriet, dass noch in diesem Jahr weitere Projekte ihren Baustart erfahren sollen. So sind bereits für 2010 Strecken zwischen Jürgenshof und Zislow, Waren und Schmachthagen sowie Klein Luckow über Penzlin bis Wulkenzin geplant. Ebenfalls gebaut wird auf dem Gelände des Agrarhistorisches Museums in Alt Schwerin. Zur Freude der Anwesenden zückte Jürgen Seidel hierfür einen weiteren Fördermittelbescheid aus seiner Tasche. Mit 1,5 Millionen Euro wurde auch der Umbau am Alt Schweriner Museum bedacht.

