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Seen und Wälder, Schösser und Gutshäuser

Das Amt Seenlandschaft Waren liegt mit seinen acht Gemeinden im Norden des Müritzkreises und grenz an den Landkreisen Mecklenburg-Strelitz, Güstrow und Demmin. Von der Mecklenburgischen Schweiz bis zur Mecklenburgischen Seenplatte gelegen, erstreckt sich das Amt mit seinen 19 Gemeinden zwischen den Naturparkgebieten Mecklenburgische Schweiz, Kummerower See, Nossentiner/Schwinzer Heide und dem Müritz-Nationalpark. Die 10 000 Einwohner des Amtes leben in einer wald- und seenreichen Landschaft, die wie der gesamte Müritzkreis von Landwirtschaft und Tourismus geprägt wurde. In vielen Gemeinden der Region gibt es sehr gut restaurierte Schlösser und Gutshäuser.

Wirtschaft und Tourismus

für Urlauber
Gerade für Naturliebhaber ist das Amt Seenlandschaft Waren eine ideale Urlaubsregion. Zwischen Seen und Wäldern gelegen und mit zahlreichen Betreibern von Ferienhäusern, Ferienwohnungen sowie Hotels bietet es Urlaubern einen guten Ort der Erholung.

für Unternehmer
Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben sich über die Jahre zwischen Vollrathsruhe und Kargow etabliert. Dennoch dominieren auch im Amt Seenlandschaft die Agrarbetriebe, die mit Pflanzenproduktion und Viehzucht ihren Unterhalt bestreiten.

Grabowhöfe

In der 670 Jahre alten Gemeinde Grabowhöfe leben 1000 Einwohner. Als eines der damaligen zentralen Dörfer wurden eine Schule und massive Plattenbauten in Grabowhöfe errichtet. Zudem befindet sich hier auch ein kleiner Bahnhof. Der zur Gemeinde gehörende Ortsteil Sommerstorf hat über die Jahre einen guten nationalen Ruf durch seine Hotel- und Reitsportanlage gewinnen können.

Groß Dratow

Westlich von der kleinen Gemeinde Groß Dratow, in der etwa 360 Einwohner leben, hat die Ostpeene ihre Quelle. Am Rande des Müritz-Nationalparks gelegen ist die Gemeinde, mit seinen Ortsteilen Groß Dratow, Klein Dratow, Klockow und Schwastorf, eine beliebter Startpunkt für Radfahrer und Wanderer.

Groß Gievitz

Die ursprüngliche Siedlung von Rittern und Bauern, die Ende des 13. Jahrhunderts entstand, wurde über die Jahrhunderte durch den landwirtschaftlichen Anbau geprägt. Seit einigen Jahren wurden Ferienunterkünfte rund um den Torgelower See errichtet, die sich durch den großen Erholungswert seit dem etablieren konnten.

Groß Plasten

Etwa 800 Einwohner leben in den drei Ortsteilen Groß Plasten, Deven und Klein Plasten. Verkehrstechnisch sehr günstig gelegen, unmittelbar an den Bundesstraßen B 192 und B 194, wurde die Gemeinde Groß Plasten in den vergangenen Jahren nicht nur landwirtschaftliche Standort, sondern auch produzierendes Gewerbe und Dienstleistungsunternehmen haben sich hier angesiedelt. Bekannt in Norddeutschland wurde Groß Plasten vor allem durch die aktive Freiwillige Feuerwehr, die seit mehreren Jahren den Feuerwehrwettkampf "Müritzpokal" inszeniert.

Hinrichshagen

Im nördlichen Teil des Müritzkreises gelegen liegt die 180 Einwohner zählende Gemeinde Hinrichshagen mit den Ortsteilen Forsthof und Levenstorf. Die Gemeinde liegt im am Naturschutzgebiet Barschmoor, wo zahlreiche Brutstätten der Fischadler zu finden sind.

Hohen Wangelin

Wie die meisten slawischen Siedlungen der Region wurde die Gemeinde Anfang des 14. Jahrhunderts gegründet. Heute leben knapp 700 Einwohner in Hohen Wangelin und den Ortsteilen Cramon, Liepen sowie Malkwitz. Durch die günstige Verkehrsanbindung, Hohen Wangelin liegt unmittelbar an der Bundesautobahn A19 und unweit der Bundesstraße 108, konnte die Gemeinde ein großes Gewerbegebiet mit zahlreichen Unternehmen vermarkten.

Jabel

Die 600 Seelen zählende Gemeinde am westlichen Teil der Nossentiner/Schwenziner Heide ist eine sehr geschichtsträchtige und lebendige Gemeinschaft, die aus den Ortsteilen Jabel, Loppin und Damerow besteht. Fritz Reuter, einer der bekanntesten deutschen Schriftteller, verbrachte hier einen langen Sommerurlaub und ließ sich von Land und Leute inspirieren. In Jabel wird jeden Sommer ein riesiges Volks- und Vereinsfest gefeiert, das über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt geworden ist. Einer der Höhepunkte an diesem Wochenende ist das Jabeler-See-Schwimmen. Im Ortsteil Damerow haben seit vielen Jahrzenten Wisente ihr neues Zuhause gefunden.

offene Kirche Gemeinde Jabel

Als ein charakteristischer neugotischer Backsteinbau präsentiert sich die offene Kirche in der Gemeinde Jabel. Der Kirchhof wird von einer Feldsteinmauer mit Backsteinaufsatz umgeben. Sie grenzt den Gemeindefriedhof ein. Imposant wirkt der Turm, der im Jahr 1868 auf den Umfassungsmauern der Vorgängerkirche errichtet wurde. Sie weist zahllose interessante architektonische Gestaltungselemente auf. Im Inneren der Kirche ist ein neugotischer Altaraufsatz mit einer Kreuzigungsgruppe zu sehen. Die Kirche selbst wurde 1859 durch einen Brand stark beschädigt und dadurch 1868 etlichen Umbau- und Restaurierungsarbeiten unterzogen. Ihre Ursprünge liegen aber bereits viel früher im Mittelalter. Die Sakristei gehört zu den erhaltenen ursprünglichen Teilen der alten Kirche. Die ehemalige Umfassungsmauer der Vorgängerkirche konnte wieder verwendet werden. Die älteren Teile des Langhauses besitzen einen wendischen Verbund. Die jüngeren Teile und der Turm hingegen weisen den polnischen Verbund auf. Die Kirche verfügt über doppelt angeordnete spitzbogige Fenster mit gestuften Gewänden. Auch am Chorgiebel sind mehrere Backsteinblenden und Zierfriese angebracht. Im Inneren der Kirche wurde der Altaraufsatz 1868 mit Kreuzigungsgruppe von Theodor Fischer-Possion geschaffen. Das Kruzifix stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Orgel hat einen fünfteiligen Prospekt und ist ebenfalls mit ornamentalen Schnitzereien versehen.

Kargow

Lediglich fünf Auto-Minuten von Waren (Müritz) entfernt liegt Kargow mit seinen Ortsteilen Damerow, Federow, Godow, Rehhof, Schwarzenhof und Speck. Da nahezu zweidrittel des Gemeindegebietes im Müritz-Nationalpark liegen ist Kargow von großer touristischer Bedeutung. Von der Aussichtsplattform des Käflingsberges, der mit etwa 100 Metern der höchste Punkt im Umkreis ist, hat man einen sehr guten Rundumblick über die weiten Wälder des Müritz-Nationalparks.

Klink

Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt zwischen der Müritz und dem Kölpinsee und ist eine der touristischen Hochburgen der Müritzregion. Etwa 1200 Einwohner leben in den Ortsteilen Klink, Sembzin, Grabenitz und Eldenburg-Süd. In den Sommermonaten steigt die Zahl der hier lebenden Menschen um ein Vielfaches. Hotels sowie etliche Ferienwohnungen und Ferienhäuser für die die Übernachtung von Urlaubern, sowie eine Rehaklinik ziehen jährlich mehrere zehntausend Besucher nach Klink.

Klocksin

Die Gemeinde Klocksin wurde unteranderem durch das Schloss im Ortsteil Blücherhof bekannt. Das ehemalige Rittergut wurde mit einem acht Hektar großen Park versehen und ist nach zahlreichen Restaurierungen heute in einem sehr guten Zustand. Weitere Ortsteile der Gemeinde Klocksin sind die Dörfer Lütgendorf, Neuhof sowie Sapshagen. Klocksin liegt im Norden des Müritzkreises an der Bundesstraße 108.

Lansen-Schönau

Durch die Fusion von Lansen und Alt Schönau kommt die Gemeinde jetzt mit den Ortsteilen Johannshof, Neu Schönau und Schwarzenhof auf etwa 470 Einwohner und kommt so der 500-Einwohner-Grenze für eigenständige Gemeinden sehr nahe. Die Gemeinde, die aus einem Rittergut aus dem 15 Jahrhundert entstand, wurde vorwiegend durch die landwirtschaftliche Nutzung geprägt.

Moltzow

Die Bundesstraße 108 von Waren (Müritz) nach Teterow durchquert die 350 Einwohner-Gemeinde. In Moltzow selbst sowie in den Ortsteilen Marxhagen und Rambow befinden sich noch heute geschichtliche Zeitzeugen, die noch in einem guten Zustand sind. So zählen zu den Sehenswürdigkeiten das Gutshaus in Moltzow, die Feldsteinkirche in Rambow und das Schloss Marxhagen.

Neu Gaarz

Lediglich 120 Einwohner leben in Neu Gaarz, die zu einer der kleinsten Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern zählt.

Schloen

„Schloen hat Zukunft!“ lautet das Motto für die kleine blühende Gemeinde, die 2008 ihre 790-Jahrfeier mit einer Andacht und einem zünftigem Festumzug starteten. Dass der Leitspruch nicht unberechtigt ist, zeigt die Dorfentwicklung von Schloen. Die stetig wachsende Gemeinde zählt jetzt 470 Einwohner. Ein neues Eigenheimgebiet mit 50 Bauplätzen sorgte für eine Verjüngung des Altersdurchschnitts auf 35 Jahre. Und auch der gewerbliche Teil boomt in Schloen. Im Laufe der Jahre siedelten sich 30 Firmen an. Zudem gibt es seit 2009 im alten Gutshaus eine Touristeninformation.

Schwinkendorf

Der zur Gemeinde gehörende Ortsteil Ulrichshusen ist seit 1994 landesweite und historische Spielstätte der Festspiele von Mecklenburg-Vorpommern. Im Wasserschloss der alteingesessenen Familie von Mahlzahn werden jährlich über 100 Konzerte, davon weit über die Hälfte ausverkauft, veranstaltet. Die Festspiele haben nicht nur kulturellen Charakter sondern fördern sichtlich den Tourismus. Von den über 51.000 Besuchern, zuzüglich der Adventskonzerte, kommt etwa die Hälfte als Urlauber außerhalb Mecklenburgs zu den Musikaufführungen. Der Etat von etwa 3,0 Millionen Euro wird zu 50 % aus Sponsoreneinnahmen gefüllt. Schwinkendorf selbst gehörte bis zur ersten Kreisgebietsreform zum Landkreis Malchin.

Torgelow am See

Nicht nur das Landschaftsschutzgebiet um die 450 Einwohner zählende Gemeinde, das Wasservögeln ein ungestörte Nist- und Brutstätte bietet, macht Torgelow am See so interessant. Das aus dem frühen 13. Jahrhundert stammende Dorf, mit seinen Ortsteilen Meierei und Schmachthagen, bietet im alten Herrenhaus dem "Privatgymnasium Schloss Torgelow" seit zwei Jahrzehnten Platz für die Unterrichtsräume. Hier werden Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet geschult.

Varchentin

Varchentin und die Ortsteile Beckenkrug und Carolinenhof befinden sich an der Bundesstraße 194 und an der Kreisgrenze zum Landkreis Demmin. In der landwirtschaftlich geprägten Region leben etwa 400 Einwohner.

Vielist

Etwa 500 Einwohner, einen kleinen Flugplatz und ein sehr lebendiges und kulturelles Dorfleben zeichnen die Gemeinde Vielist aus. Sie liegt fünf Kilometer von der Kreisstadt Waren (Müritz) entfernt und ist über die Bundesstraße 108 erreichbar.

Vollrathsruhe

Am Landkreis Güstrow grenzend, liegt die 500 Einwohner zählende Gemeinde Vollrathsruhe mit den Ortsteilen Groß Rehberg, Hallalit, Kirch Grubenhagen, Klein Luckow, Klein Rehberg und Schloss Grubenhagen. Und schon Theodor Fontane ließ sich von Kirch Grubenhagen für seinen Roman "Unvergänglich" inspirieren. Die Familiengeschichte um Karl Hans Freiherr von Maltzahn und seiner Frau Caroline von Bilfinger diente Fontane als Vorlage für seine Geschichte um eine Frauentragödie. Caroline von Bilfinger überwand die Untreue ihres Mannes Karl Hans nicht und schnitt sich die Pulsadern auf. Auf ihrem Abschiedszettel stand lediglich das Wort "unvergänglich“. Diese Geschichte dreht sich um die alte evangelische Kirche die damals als Wehrkirche errichtet wurde.