Geflügelpest in Mecklenburg-Vorpommern

von Müritzportal

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Geflügelpest in Mecklenburg-Vorpommern

Die Geflügelpest-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern mehren sich: Das hochansteckende H5N8-Virus konnte am frühen Samstagmorgen sowohl in verendeten Reiherenten vom Nordufer der Schweriner Sees (LK Nordwestmecklenburg) als auch in Wildvögel-Kadavern von der Insel Ruden nachgewiesen werden. Ebenso bestätigte sich der H5N8-Verdacht bei den toten Enten und Hühnern aus einem Geflügelkleinstbestand (57 Tiere) bei Mesekenhagen. Dort sind gestern vorsorglich 18 Hühner und 8 Enten gekeult worden. 31 Tiere waren bereits verendet, als die Einsatzkräfte eintrafen. Auch eine Großmöwe aus dem Stadtgebiet Rostock starb nachweislich an der Geflügelpest.

„Damit haben wir eine neue unschöne Situation, nämlich den ersten amtlich bestätigen Fall in einem Nutztierbestand. Ich hoffe sehr, dass dies ein Einzelfall bleibt und das Virus nicht auf weitere Nutzierbestände übergreift. Für die Tierhalter ist der Tod eines jeden Tieres ein großer Verlust – ökonomisch und emotional“, kommentierte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Das aktive Seuchengeschehen der vergangenen Tage spreche für die Aggressivität und Intelligenz des Erregers, so der Minister. „Auch haben wir es nun offiziell mit einem kreisübergreifenden Geschehen zu tun“, betonte er. Die Seuchenentwicklung gebe Anlass, dass sich Bund und Länder nun umgehend auf ein bundesweites Vorgehen verständigen müssen. „Die Tiere und damit auch unsere Wirtschaft müssen geschützt werden.“

Mit Freude nimmt Minister Backhaus deshalb zur Kenntnis, dass das Bundlandeswirtschaftsministerium für den späten Samstagnachmittag kurzfristig einen Zentralen Krisenstab Tierseuchen einberufen hat. „Sicher hat man erkannt, dass wir deutschlandweit ein flächendeckendes Geschehen bekommen können und die Bundesrepublik dann eventuell für den internationalen Handel gesperrt wird.“

In Mecklenburg-Vorpommern läuft die Krisenbewältigung derweil auf Hochtouren. Heute besucht Minister Backhaus das Landesamt für Lebensmittelsicherheit, Landwirtschaft und Fischerei, um sich ein Bild von den Untersuchungen zu machen und die weiteren Abläufe zu besprechen. „Unsere Mitarbeiter sind rund um die Uhr im Einsatz, auch am Wochenende. Dafür danke ich Ihnen sehr“, sagte er.

Der Landkreis Nordwestmecklenburg errichte bereits gestern vorsorglich einen Sperrbezirk mit einem Radius von 3 Kilometer rund um den Fundort der Reiherenten im Naturschutzgebiet Döpe See. Vom Sperrbezirk betroffen sind die Orte Hohen, Viecheln, Hädchenshof, Bad Kleinen, Kleekamp und Ventschow. Im Radius von 10 Kilometer wurde ein Beobachtungsbezirk festgelegt, der weitere Ortschaften einschließt.

Der Betrieb bei Mesekehagen lag innerhalb der Zehn-Kilometer-Beobachtungszone rund um den ersten Fundort einer mit dem H5N8-Virus infizierten Ente auf der Insel Riems. Nun wird auch hier für zunächst 21 Tage ein Sperrgebiet errichtet, das Beobachtungsgebiet entsprechend ausgeweitet. Das zuständige Veterinäramt bringt dazu an den Hauptzufahrwegen zu den Sperrbezirken Schilder mit der Aufschrift „Geflügelpest-Sperrbezirk“ an. Gleiches kann für den Fund im Rostocker Stadtgebiet gelten.

Auch führt das zuständige Veterinäramt in diesen Gebieten Untersuchungen über den Verbleib gehaltener Vögel, Fleisch von Geflügel, Eiern, tierischen Nebenprodukten und Futtermittel durch. Der Transport und Handel mit diesen Erzeugnissen ist sowohl im Sperrbezirk als auch im Beobachtungsgebiet streng untersagt.

 

Die Geflügelpest-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern mehren sich: Das hochansteckende H5N8-Virus konnte am frühen Samstagmorgen sowohl in verendeten Reiherenten vom Nordufer der Schweriner Sees (LK Nordwestmecklenburg) als auch in Wildvögel-Kadavern von der Insel Ruden nachgewiesen werden. Ebenso bestätigte sich der H5N8-Verdacht bei den toten Enten und Hühnern aus einem Geflügelkleinstbestand (57 Tiere) bei Mesekenhagen. Dort sind gestern vorsorglich 18 Hühner und 8 Enten gekeult worden. 31 Tiere waren bereits verendet, als die Einsatzkräfte eintrafen. Auch eine Großmöwe aus dem Stadtgebiet Rostock starb nachweislich an der Geflügelpest.

„Damit haben wir eine neue unschöne Situation, nämlich den ersten amtlich bestätigen Fall in einem Nutztierbestand. Ich hoffe sehr, dass dies ein Einzelfall bleibt und das Virus nicht auf weitere Nutzierbestände übergreift. Für die Tierhalter ist der Tod eines jeden Tieres ein großer Verlust – ökonomisch und emotional“, kommentierte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Das aktive Seuchengeschehen der vergangenen Tage spreche für die Aggressivität und Intelligenz des Erregers, so der Minister. „Auch haben wir es nun offiziell mit einem kreisübergreifenden Geschehen zu tun“, betonte er. Die Seuchenentwicklung gebe Anlass, dass sich Bund und Länder nun umgehend auf ein bundesweites Vorgehen verständigen müssen. „Die Tiere und damit auch unsere Wirtschaft müssen geschützt werden.“

Mit Freude nimmt Minister Backhaus deshalb zur Kenntnis, dass das Bundlandeswirtschaftsministerium für den späten Samstagnachmittag kurzfristig einen Zentralen Krisenstab Tierseuchen einberufen hat. „Sicher hat man erkannt, dass wir deutschlandweit ein flächendeckendes Geschehen bekommen können und die Bundesrepublik dann eventuell für den internationalen Handel gesperrt wird.“

In Mecklenburg-Vorpommern läuft die Krisenbewältigung derweil auf Hochtouren. Heute besucht Minister Backhaus das Landesamt für Lebensmittelsicherheit, Landwirtschaft und Fischerei, um sich ein Bild von den Untersuchungen zu machen und die weiteren Abläufe zu besprechen. „Unsere Mitarbeiter sind rund um die Uhr im Einsatz, auch am Wochenende. Dafür danke ich Ihnen sehr“, sagte er.

Der Landkreis Nordwestmecklenburg errichte bereits gestern vorsorglich einen Sperrbezirk mit einem Radius von 3 Kilometer rund um den Fundort der Reiherenten im Naturschutzgebiet Döpe See. Vom Sperrbezirk betroffen sind die Orte Hohen, Viecheln, Hädchenshof, Bad Kleinen, Kleekamp und Ventschow. Im Radius von 10 Kilometer wurde ein Beobachtungsbezirk festgelegt, der weitere Ortschaften einschließt.

Der Betrieb bei Mesekehagen lag innerhalb der Zehn-Kilometer-Beobachtungszone rund um den ersten Fundort einer mit dem H5N8-Virus infizierten Ente auf der Insel Riems. Nun wird auch hier für zunächst 21 Tage ein Sperrgebiet errichtet, das Beobachtungsgebiet entsprechend ausgeweitet. Das zuständige Veterinäramt bringt dazu an den Hauptzufahrwegen zu den Sperrbezirken Schilder mit der Aufschrift „Geflügelpest-Sperrbezirk“ an. Gleiches kann für den Fund im Rostocker Stadtgebiet gelten.

Auch führt das zuständige Veterinäramt in diesen Gebieten Untersuchungen über den Verbleib gehaltener Vögel, Fleisch von Geflügel, Eiern, tierischen Nebenprodukten und Futtermittel durch. Der Transport und Handel mit diesen Erzeugnissen ist sowohl im Sperrbezirk als auch im Beobachtungsgebiet streng untersagt.

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