Nationale Kohorte startet in Waren (Müritz)

von Müritzportal

4.000 Müritzer werden im Heilband getestet

Die Nationale Kohorte hat jetzt ihre neuen Studienräume in Waren (Müritz) bezogen. „Dabei sah es nach unserer ersten Anfrage bei der Stadtverwaltung eher schlecht aus“, erinnerte sich Prof. Dr. Henry Völzke von der UNI Greifswald. „Mit Räumlichkeiten und das in dieser Größe können wir in Waren (Müritz) kaum dienen“, musste Bürgermeister Norbert Möller (SPD) damals antworten. „Ich sah aber auch als gesundheitsbewusster Mensch, dass wir als Heilbad diese Studie fördern müssen. In der Warendorfer Straße wurde schließlich ein geeignetes Objekt gefunden. „Auf 600 Quadratmetern haben wir reichlich Platz, um unsere Probanden in verschiedenen Untersuchungsräumen zu erfassen“, freute sich Carsten Jenning von der Nationalen Kohorte am neuen Standort in Waren (Müritz). Insgesamt stehen 21 Räume für Untersuchungen und Labor zur Verfügung. Die ersten 13 von insgesamt 4.000 freiwilligen Müritzern kamen heute bereits zur Nationalen Kohorte, um die Gesundheitsstudie zu unterstützen. Und eben diese breite Langzeitstudie soll ein Mehrwert für die medizinische Forschung bringen. „Dabei geht es aber nicht um Diagnosen“, erklärt Carsten Jenning. Eher soll aus einem breiten Querschnitt der Bevölkerung ein repräsentatives Ergebnis in Bezug auf Lebensumstände und Krankheiten gewonnen werden. „Das ist in den kommenden zwölf Monaten hervorragend möglich, denn auf 1.000 Einwohner kommen zwölf Testpersonen“, so Landrat Heiko Kärger, der an der heutigen Eröffnungsveranstaltung teilnahm. Unterdes ließen sich die anwesenden Probanden nicht vom Medientrubel stören und absolvierten ihre Untersuchungen. Dabei werden unteranderem Biomaterialen der Testpersonen entnommen, Vitalfunktionen gemessen, der Zahnstatus und die Lebensgewohnheiten erfasst. „Weiterhin gibt es Funktionstest von Muskeln, Augen und Lungen“, gibt Jenning preis. Hierfür setzen die Forscher auf jede Menge Technik und ein 18 köpfiges Team an Fachkräften. „Angst vor den Test oder das die Daten in falsche Hände kommen, braucht niemand zu haben“, versichert die Nationale Kohorte. Die Daten werden lediglich unter Pseudonamen gespeichert und ausgewertet“, so Carsten Jenning. Lediglich drei bis sechs Stunden Zeit müssen die Probanden opfern, um der Gesundheitsforschung zu dienen.

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