Reanimationstraining im Müritzeum

von Müritzportal

"Woche der Wiederbelebung" in Waren (Müritz)

Woche der Wiederbelebung

Schier unzählige Male wurde heute im Warener Müritzeum der bundeseinheitliche Notruf „112“ gewählt und der Rettungsdienst angefordert. „Eine bewusstlose Personen, die nicht mehr atmet“, lautete immer wieder die Notfallmeldung. Ersthelfer versuchten beherzt einzugreifen und das Leben der Reanimationspuppe „little Anne“ zu retten. Zum Glück war dies nur eine geplante Aktion anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“. In Kooperation mit einem Ärzteteam des MediClin Müritz-Klinikums veranstaltete das Müritzeum einen Reanimationskurs. Die Mitarbeiter des Müritzeums kamen als erste Teilnehmer in den Genuss dieses Chrashkurses, den Dr. med. Astrid Francke, Chefärztin Anästhesiologie und Intensivmedizin, gemeinsam mit Oberarzt Dr. med. Philipp Stahlknecht und Dr. Julieta-Mariana Bartha unterrichtete. „Die Bereitschaft zu helfen, ist deutschlandweit im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eher schlecht. Lediglich 22 Prozent der umstehenden können und wollen helfen“, stieg Astrid Francke in das Thema Reanimation nach Kreislaufversagen ein.

Das mag auch der Grund sein, dass täglich 250 Menschen an fehlender Erster Hilfe sterben. „Dreiviertel der Fälle sind eigene Angehörige“, so die Medizinerin. Dabei ist es leicht, ein Menschenleben zu retten. „Man muss rechtzeitig anfangen, den Kreislauf wieder zum Laufen zu bringen und die Rettungskette zu aktivieren.“ So konnten die Teilnehmer an drei Übungspuppen das Bewusstsein überprüfen und mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen. „100 Mal in der Minute müssen sie die Kompressionen auf den Brustkorb durchführen und das, bis der Rettungsdienst kommt“, so Philipp Stahlknecht. Hier kamen einige der Teilnehmer bereits mächtig ins Schwitzen. „Sie können nicht viel falsch machen. Außer, sie machen nichts“, mahnte Chefärztin Francke, die auch den Einsatz eines automatischen Defibrillator (AED) erklärte. „Ein solcher Lebensretter wäre an so einem zentralen Punkt, wie dem Müritzeum genau richtig platziert“, ist sich Philipp Stahlknecht sicher. Denn das Gerät ist selbst für Laien kinderleicht zu bedienen.

Zurück