Schulsozialarbeit in der Mecklenburgischen Seenplatte

von Müritzportal

Kreiselternrat unterstützt zwei Veranstaltungen

Schulsozialarbeit Mecklenburgische Seenplatte

Seit dem Beginn des Schuljahres gibt es immer wieder neue Nachrichten zur Schulsozialarbeit an den Schulen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Aktuelle Berichte erwecken den Eindruck, dass es eine Lösung zur Fortführung der Schulsozialarbeit gibt. Der Vorsitzende des Kreiselternrats, Knut Jondral, aber warnt vor vorschnellen Schlüssen. Die bislang bekannt gewordenen Vorschläge könnten der Schulsozialarbeit ein neues Gesicht geben. „Wenn Schulsozialarbeit wo möglich aus Mitteln für pädagogische Mitarbeiter_innen des Landes bezahlt werden soll, dann bekommen Schulsozialarbeiter eine andere Aufgabenstellung und sind dem Schulleiter unterstellt. Können sie dann noch unbefangen ihre eigentlichen Aufgaben ausüben?“, fragt Knut Jondral als Vorsitzender des Kreiselternrates.

Der Kreiselternrat Mecklenburgische Seenplatte unterstützt deshalb die Aufrufe betroffener Eltern, am 7. Dezember 2016 die außerordentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Kreistags Mecklenburgische Seenplatte zu besuchen, auf der über mögliche Lösungen beraten werden soll. Die Sitzung findet um 16:00 Uhr im Beratungsraum im 4. OG An der Hochstraße 1 Block E statt.
Er bittet auch um rege Teilnahme an der Demonstration vor dem Landtag am 8. Dezember 2016 in Schwerin, zu der die GEW aufruft. Weiterhin wird das Thema auch die weitere Arbeit des Kreiselternrates begleiten.
Die Plenartagung des Kreiselternrates am 12. Januar 2017 wird sich mit diesem Thema schwerpunktmäßig auseinandersetzen. Alle interessierten Eltern, Schüler und Betroffene sind herzlich eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen und ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen. Wir bitten hier um Voranmeldung. Außerdem stehen Nachwahlen auf der Tagesordnung, damit der Kreiselternrat der Seenplatte auch künftig im Landeselternrat eine starke Rolle spielen kann.
Hintergrundinfos: Schulsozialarbeit an den weiterführenden Schulen wird aus ESF-Mitteln finanziert. Diese Mittel können allerdings nicht für Schulsozialarbeiter an Grundschulen verwendet werden. Deshalb gab es hier eine Sonderregelung, die es ausnahmsweise erlaubte, dass nicht verbrauchte Mittel aus dem BuT-Paket für die Jahre 2011/12, das eigentlich für Leistungen direkt an bedürftige Jugendliche, deren Familien Leistungen des Job-Center, der Sozialhilfe, Wohngeld oder Kindergeldzuschlag erhalten, gedacht ist, verwendet werden. Diese Mittel sind im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte zum Jahresende 2016 verbraucht. Auch in den anderen Landkreisen ist im kommenden Jahr zu erwarten, dass diese Mittel verbraucht sind und neue Lösungen gesucht werden müssen.
Aber auch die Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds sind auf die laufende Förderperiode beschränkt, ob sie darüber hinaus zur Verfügung stehen werden ist unsicher. Außerdem erfordert diese unsichere Finanzierung immer wieder die Befristung der Stellen der Schulsozialarbeiter. Eine sichere Lösung für die Schulsozialarbeiter_innen ist deshalb dringend erforderlich, um eine langfristige Sicherheit für alle Beteiligten zu erreichen. Ständige Unsicherheit und Personalwechsel sind gerade für diese Aufgaben nicht dienlich.

Demo und Aktion vor dem Landtag in Schwerin

Unter dem Motto „ Unsere Schulsozialarbeiter müssen bleiben!“ findet am 08. Dezember um 11 Uhr eine Demonstration vor dem Landtag in Schwerin statt. Hintergrund ist die der geplante Abbau der Schulsozialarbeiter.

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