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Inselstadt zwischen Fleesensee und Plauer See

Kloster am Malchowersee

Im Luftkurort Malchow, einer Kleinstadt im Westen des Müritzkreises, leben 7000 Einwohner. Vor über 860 Jahren wurde die Inselstadt zwischen dem Fleesensee und dem Plauer See gegründet. Heute gehört die Verbindung zum Festland, eine Drehbrücke, zu einer der wichtigsten Malchower Attraktionen für Touristen. Als wichtigste infrastrukturelle Verbindungen zählen die Bundesautobahn A19, die Bundesstraße 192 sowie die Bahnstrecke Neustrelitz – Hagenow Land. Durch die Nähe zu zahlreichen Gewässern und sehr gute Infrastruktur konnte sich Malchow zu einem wichtigen touristischen und wirtschaftlichen Zentrum im Müritzkreis entwickeln. Seit dem 20. April 2011 kann sich Malchow offiziell Inselstadt nennen.

Wirtschaft und Tourismus

für Urlauber
In Malchow gibt es einige Hotels sowie zahlreiche Ferienwohnungen und Ferienhäuser, die zur Übernachtung in der Inselstadt einladen. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten zählen das Kloster, die Windmühle und die Drehbrücke am Erddamm. Museen und Freizeiteinrichtungen laden Urlauber und Einheimische zu einem Besuch ein.

für Unternehmer
Ein großes Gewerbegebiet und die gute Infrastruktur bieten zahlreichen Unternehmen einen sicheren Standort in Malchow. Zudem haben sich in der Altstadt und im Malchower EKZ einige kleine und mittelständische Unternehmen angesiedelt. Weitere Firmen haben sich entlang der Uferzone durch touristische Angebote etabliert.

Stadtkirche von Malchow

Von 1870 bis 1873 wurde die Stadtkirche Malchow in Form einer Kreuzkirche erbaut. Ihr neugotischer Backsteinbau wurde durch einen quadratischen Westturm bereichert. Im Inneren der Kirche, das von einem Holztonnengewölbe überspannt wird, herrscht bauzeitliche Ausstattung vor. Besonders sehenswert sind der Altaraufsatz und eine etliche Figuren, die das Innere zieren. Die weitere Ausstattung der Kirche stammt aus der Bauzeit. Auch wenn das Gestühl als schlicht empfunden wird, passt es dennoch zum Gesamteindruck. Der Altaraufsatz ist mit einem Gemälde von Fischer-Possion umgeben. Die Kanzel sowie die Engels- und Lutherfiguren stammen aus dem Jahr 1865, während für die Kronleuchter 1875 als Herstellungsdatum ausgewiesen ist. Sehr schön anzusehen sind die aus Tirol stammenden Glasgemälde hinter dem Altar. Drachen sowie Engelfiguren und Medaillons können die Betrachter über der Vierung an den Köpfen der Zugbänder erkennen. Das Vierergeläut der Kirche besteht aus drei Stahlgussglocken und einer Bronzeglocke. Der Backsteinturm hat im Obergeschoss je drei Spitzbogenöffnungen, die mehrfach gestufte Gewänden und vier Dreiecksgiebel besitzen. Hier ist auch die Turmuhr eingelassen.

Klosterkirche

In der Klosterkirche Malchow und im ehemaligen Pfarrhaus der Kirche befindet sich das Mecklenburgische Orgelmuseum. Erforschung und Darstellung der Orgelbaugeschichte sowie Aufbewahrung gefährdeter Instrumente aus dem Raum Mecklenburg haben sich die Mitarbeiter zur Aufgabe gemacht.
Über die zweitausendjährige Geschichte der Orgel können Besucher hier viel Wissenswertes über die mecklenburgische Orgeltradition erfahren. Ein Modell stellt die Funktionsweise des Instrumentes dar und bietet zugleich ein Angebot, die Orgel selbst zu spielen. Weiterhin ist die 700-jährige Geschichte des Klosters und der Klosterkirche Thema eines Ausstellungsteiles. Die seltene Gelegenheit, mehrere romantische Orgeln in einem Raum hören zu können, macht die Ausstellung zum Zielort für Seminare und Weiterbildungen.
Die Präsenzbibliothek ist nach Terminabsprache nutzbar. Die Klosterkirche ist regelmäßiger Konzertort und wird im Raum Malchow zudem als Standesamt genutzt. Für die Entstehung des Museums konnte mit der Klosterkirche ein bestmöglicher Baukörper genutzt werden.
Die Kirche entstand bereits 1844-49 unter der Leitung des Architekten Friedrich Wilhelm Buttel, der aus Neustrelitz stammte. Nach einem Brand 1888 wurde das Kloster in den Formen der endenden Neugotik 1888-90 neu eingerichtet.
Wie die anderen Malchower Museen befindet sich auch das Orgelmuseum in Trägerschaft des Kultur- und Sportringes „Regenbogen” e.V. Malchow. In Besichtigungen werden immer diverse Orgeln vorgestellt. Es ist die größte Orgelsammlung in Mecklenburg-Vorpommern. Besondere Highlights sind die Sommerkonzerte im Juli und August mit der Sonntagsreihe Orgelmatinee.
Von April bis September ist das Orgelmuseum von 10 - 17 Uhr geöffnet. Im Oktober von 10 - 16 Uhr.

Orgelmuseum in der Klosterkirche Malchow

Kiek in un wunner di!

Das Museum zum Anfassen und Ausprobieren!

Das Mueseum „Kiek in un wunner di! zeigt seinen Besuchern den Lebensalltag der Bevölkerung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nur wenige Meter von der Klosterkirche entfernt, befindet das kleine, aber liebevoll eingerichtete Museum Zahlreiches an Kurioses und Raritäten, welche zum Staunen einladen. Zum Beispiel können Besucher bei einem Rundgang durch das Museum eine alte Schulklasse, eine komplette Schusterwerkstatt, eine Druckerei, eine Zahnarztpraxis, altes Mobiliar, die Geschichte des Wäsche Waschens, technische Geräte und viele weitere Dinge entdecken. Auch etliche kuriose Stücke, die fast schon in Vergessenheit geraten sind, warten auf die Besucher. Ein sogenanntes Tefifon, eine Toilette mit Sandspülung, ein Schallwaschgerät und Vieles mehr sind auf zwei Etagen im Museum verteilt. Als Besonderheit gilt: „Anfassen ist erlaubt.“ Schreiben mit dem Griffel auf einer Schiefertafel oder auch die Sütterlinschrift sollten unbedingt ausprobiert werden. Für unsere kleinen Besucher liegen Malstifte und Ausmalbildchen bereit, so dass keine Langeweile aufkommen kann. Geöffnet hat das Museum täglich von 10 – 16 Uhr.

"Kiek in un wunner di" Technik- und Kuriositätenausstellung in Malchow