Büropflanzen im Büro: Was Berliner Fachleute über gesunde Raumbegrünung wissen
Grüne Pflanzen im Büro sind längst mehr als Dekoration: Sie können die Luftfeuchtigkeit erhöhen, Geräusche dämpfen und für ein angenehmeres Arbeitsklima sorgen. Doch welche Pflanzen eignen sich für welchen Raum, wie viel Pflege brauchen sie und worauf sollten Unternehmen achten, die ihre Büros begrünen wollen? Im Interview geben die Büropflanzen Experten in Berlin von P2 OBJEKT GRÜN Einblicke, worauf es bei professioneller Raumbegrünung tatsächlich ankommt.
„Warum leisten Büropflanzen mehr, als viele denken?“
Pflanzen wirken auf mehreren Ebenen auf das Raumklima ein, erklären die Fachleute von P2 OBJEKT GRÜN: „Sie geben über die Blätter Feuchtigkeit ab, was besonders in Räumen mit Klimaanlage oder trockener Heizungsluft spürbar ist. Großblättrige Arten bieten zudem viel Blattoberfläche, an der sich Staub absetzen kann.“ Hinzu komme eine psychologische Wirkung: Viele Mitarbeitende empfänden begrünte Büros als angenehmer und entspannter ein Aspekt, der in der täglichen Praxis regelmäßig zurückgemeldet werde.
Diese Effekte stellen sich allerdings nur ein, wenn die Auswahl der Pflanzen zum Standort passt. „Eine Sukkulente am Nordfenster vertrocknet ebenso zuverlässig wie eine Calathea in der prallen Mittagssonne“, so das Team. Genau hier setze professionelle Beratung an.
„Worauf kommt es bei der Pflanzenauswahl an?“
„Die wichtigste Frage lautet selten ‚Welche Pflanze sieht gut aus?‘, sondern ‚Welche Pflanze gedeiht an diesem Standort?‘“, betont das Team von P2 OBJEKT GRÜN. Drei Faktoren entscheiden aus Sicht der Berliner Fachleute über den Erfolg:
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Lichtverhältnisse: Süd-, Nord- oder Innenraum ohne Tageslicht jede Situation verlangt andere Arten. Für lichtarme Ecken gelten Zamioculcas und Sansevieria (Bogenhanf) als vergleichsweise robust.
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Luftfeuchtigkeit und Temperatur: Klimatisierte Großraumbüros sind oft trockener, als sie sich anfühlen. Hier kommen häufig Palmenarten und Efeutute zum Einsatz.
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Pflegeaufwand: „Wer pflegt die Pflanzen tatsächlich?“, fragen die Fachleute. Ohne klare Zuständigkeit oder externen Service können auch genügsame Arten innerhalb weniger Wochen Schaden nehmen.
Der Berliner Fachbetrieb P2 OBJEKT GRÜN arbeitet seit 2002 mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen von Hotellobbys über Empfangshallen bis zu Einzelhandelsflächen. Diese Bandbreite zeigt: Es gibt keine Standardlösung, sondern individuelle Konzepte je nach Raum und Nutzung.
„Mieten oder kaufen – was lohnt sich für Unternehmen?“
„Viele Unternehmen entscheiden sich heute für das Mietmodell“, berichten die Berliner Fachleute. Der Vorteil liege nicht nur in den planbaren monatlichen Kosten, sondern vor allem in der inkludierten Pflege. Gießen, Düngen, Rückschnitt, Schädlingskontrolle und gegebenenfalls der Austausch erkrankter Pflanzen gehörten in der Regel zum Service. Das entlaste das Facility Management und sichere dauerhaft den gewünschten optischen Eindruck.
Der Kauf lohnt sich dagegen, wenn das Unternehmen ohnehin gärtnerisches Personal hat oder die Pflanzen langfristig Teil der Inneneinrichtung bleiben sollen. „Eine seriöse Beratung legt beide Optionen offen, statt eine pauschal zu empfehlen“, so das Credo von P2 OBJEKT GRÜN.
„Sind Vertikalbegrünung und Kunstpflanzen sinnvolle Alternativen?“
Wo Stellfläche fehlt, sind vertikale Pflanzwände eine Option, erklären die Fachleute. Sie nutzen Wandflächen, dienen als grüner Raumteiler und ziehen Blicke auf sich etwa in Empfangsbereichen. Allerdings seien sie technisch anspruchsvoll: Bewässerung, Substrat und Beleuchtung müssten aufeinander abgestimmt sein.
Für Standorte, an denen echte Pflanzen nicht gedeihen würden fensterlose Räume, stark frequentierte Durchgänge, schwer zugängliche Höhen kommen hochwertige Kunstpflanzen infrage. „Moderne Modelle sind optisch nah an echten Pflanzen und benötigen keine gärtnerische Pflege“, so das Team. Sinnvoll sei oft eine Kombination aus echten und künstlichen Elementen, wenn die Standortbedingungen gemischt sind.
„Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit?“
Immer mehr Unternehmen achten bei der Auswahl ihres Begrünungspartners auf Nachhaltigkeitsaspekte: regionale Bezugsquellen, langlebige Pflanzgefäße, ressourcenschonende Bewässerungssysteme und den Umgang mit ausgetauschten Pflanzen. „Ein Fachbetrieb sollte auf Nachfrage transparent darlegen können, wie der Pflanzenkreislauf organisiert ist und welche Materialien für Gefäße und Substrate verwendet werden“, betonen die Berliner Fachleute. Begrünung sei für sie eng verknüpft mit Lebensqualität und einem gesunden Arbeitsumfeld.
Fazit: Begrünung gehört in fachkundige Hände
Büropflanzen sind keine Selbstläufer. Damit sie das Raumklima verbessern und nicht nach wenigen Monaten ersetzt werden müssen, braucht es eine durchdachte Auswahl, regelmäßige Pflege und ein Konzept, das zur tatsächlichen Nutzung der Räume passt. Wenn Sie in Berlin oder Umgebung planen, Ihr Büro zu begrünen, sollten Sie sich zunächst fachlich beraten lassen, statt im Baumarkt zu improvisieren. Der Aufwand für eine fachliche Erstplanung ist überschaubar die Folgekosten misslungener Eigenversuche sind es selten.