Wohltuende Bäder in der Erkältungszeit: Was wirklich hilft
Sobald die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, beginnt für viele Menschen die Zeit von Schnupfen, Husten und rauem Hals. Neben ausreichend Schlaf, viel Flüssigkeit und heißem Tee zählt ein warmes Bad zu den ältesten Hausmitteln, um in der Erkältungszeit zur Ruhe zu kommen und wieder frei durchzuatmen. Doch was hilft wirklich? Die kurze Antwort: Ein warmes Bad kann in der Erkältungszeit tatsächlich wohltun vorausgesetzt, Inhaltsstoffe, Dosierung und Zeitpunkt stimmen. Nicht jeder Badezusatz eignet sich gleichermaßen, und in manchen Situationen ist ein heißes Bad sogar kontraproduktiv. Dieser Artikel zeigt, worauf es ankommt und worauf Sie besser verzichten sollten.
Warum ein warmes Bad in der Erkältungszeit guttut
Wer sich erkältet fühlt, kennt das Gefühl: Die Nase läuft, die Glieder sind schwer, und am liebsten würde man sich nur noch unter die Decke verkriechen. Eine Erkältung ist lästig, verläuft aber in den meisten Fällen harmlos. In der Regel klingt sie innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst wieder ab. Bis dahin geht es vor allem darum, die Beschwerden zu lindern und dem Körper die Ruhe zu geben, die er braucht.
Genau hier setzt das warme Bad an. Das warme Wasser entspannt die Muskulatur und wird vielfach als durchwärmend und wohltuend empfunden gerade dann, wenn einen das Frösteln nicht loslässt. Gleichzeitig steigen warme Dämpfe auf, die die Atemwege befeuchten. In Kombination mit ätherischen Ölen empfinden viele Menschen das Einatmen dieser Dämpfe als besonders angenehm, wenn die Nase verstopft ist. Nicht zuletzt ist ein Bad auch ein bewusster Ruhepol: Wer zwanzig Minuten in der Wanne liegt, legt zwangsläufig das Handy beiseite und gönnt sich eine Auszeit, die in der Erkältungszeit ohnehin angebracht ist.
Hinzu kommt der Effekt auf das allgemeine Wohlbefinden: Wärme signalisiert dem Körper, dass er abschalten darf. Viele Menschen schlafen nach einem warmen Bad besser ein und erholsamer Schlaf gilt als einer der wichtigsten Faktoren, wenn der Körper mit einer Erkältung zu kämpfen hat.
Solesalz und ätherische Öle als natürliche Basis
Die Auswahl an Badezusätzen ist groß, doch für die Erkältungszeit haben sich vor allem zwei Zutatengruppen bewährt: Salz beziehungsweise Sole und ätherische Öle. Als Solesalz wird Salz bezeichnet, das aus natürlicher Salzlake, der sogenannten Sole, gewonnen wird. Natursole wiederum ist die ursprüngliche Salzlösung selbst, wie sie aus der Quelle kommt. Beide Formen werden für Badezusätze genutzt. Solebäder haben in der deutschen Badekultur eine lange Tradition Kurorte mit Solequellen ziehen seit Generationen Besucher an, die das mineralhaltige Wasser schätzen. Ätherische Öle wie Latschenkiefern-, Eukalyptus- oder Thymianöl verleihen dem Bad einen kräftigen Duft; die Latschenkiefer, eine robuste Bergkiefer aus den Alpen, wird in der alpinen Volkspflege seit Langem für Bäder und Einreibungen genutzt.
Ein Beispiel für diese Kombination ist das entspannende Erkältungsbad der Balneo GmbH. Das Unternehmen stellt seine Produkte bereits seit 1922 aus Bad Reichenhaller Solesalz her und verbindet in diesem Badezusatz Solesalz und Natursole mit naturreinem Latschenkiefernöl. Auf synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe wird dabei verzichtet. Für Verbraucher heißt das: Die Zutatenliste bleibt kurz und verständlich. Wer Wert auf eine natürliche Formulierung legt, erkennt das am Etikett ein Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt sich bei jedem Badezusatz, denn gerade synthetische Duftstoffe verträgt nicht jede Haut gleich gut.
Anwendung und Dosierung eines Erkältungsbads
Die richtige Anwendung ist unkompliziert; ein paar Angaben sollten Sie dennoch kennen. Am Beispiel des genannten Erkältungsbads gelten folgende Richtwerte:
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Menge: Etwa 250 Gramm kommen in ein Vollbad. Eine 1000-Gramm-Packung reicht damit für vier Anwendungen.
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Dauer: Empfohlen werden rund 20 bis 30 Minuten in der Wanne.
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Danach: Anschließend ist eine Ruhepause sinnvoll ideal ist es, sich warm einzupacken und ins Bett zu legen.
Geben Sie den Badezusatz am besten in das einlaufende Wasser, damit er sich gleichmäßig verteilt. Während des Bads lohnt es sich, ruhig und bewusst zu atmen so erreichen die warmen Dämpfe Nase und Bronchien besonders gut. Das Wasser sollte angenehm warm sein, aber nicht übermäßig heiß. Wer zu heiß badet, belastet den Kreislauf unnötig und trocknet die Haut eher aus. Praktisch ist es außerdem, das Badezimmer vorzuwärmen und Bademantel oder dicke Socken bereitzulegen, damit die wohltuende Wärme nach dem Bad nicht sofort wieder verloren geht. Am besten planen Sie das Bad für den Abend ein: So gelingt der Übergang von der Wanne direkt ins warme Bett genau die Art von Ruhe, die der Körper bei einer beginnenden Erkältung braucht.
Worauf bei Erkältungsbädern zu achten ist
So wohltuend ein warmes Bad sein kann es passt nicht in jeder Situation. Bei Fieber wird allgemein von heißen Vollbädern abgeraten, weil sie den ohnehin belasteten Kreislauf zusätzlich strapazieren können. Auch wer Herz- oder Kreislaufbeschwerden hat, sollte vorab ärztlichen Rat einholen, bevor er regelmäßig heiß badet. Gleiches gilt, wenn die Beschwerden ungewöhnlich stark sind oder länger als gewohnt anhalten: Ein Erkältungsbad ist ein Wohlfühl-Baustein, aber kein Ersatz für eine ärztliche Abklärung.
Zwei weitere Punkte verdienen Beachtung. Erstens sollten Sie die Dosierungsempfehlung auf der Verpackung ernst nehmen ätherische Öle sind konzentrierte Naturstoffe, und mehr bedeutet nicht automatisch besser. Zweitens unterscheiden sich Produkte für Erwachsene und Kinder teils deutlich; die Hinweise des Herstellers geben hier verlässliche Orientierung. Bei sehr trockener oder empfindlicher Haut kann es außerdem sinnvoll sein, sich nach dem Bad einzucremen, da warmes Wasser der Haut Feuchtigkeit entzieht. Wer diese einfachen Regeln beachtet, kann das Bad in der Erkältungszeit unbeschwert genießen.
Weitere Soleprodukte für die kalte Jahreszeit
Das Bad ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, Sole in der kalten Jahreszeit zu nutzen. Gurgeln etwa gehört bei Halsschmerzen zu den klassischen Hausmitteln, und auch das Lutschen salzhaltiger Pastillen oder Bonbons ist vielen Menschen vertraut, wenn der Hals kratzt. Beim Gurgeln empfiehlt sich lauwarmes Wasser, in dem das Salz vollständig aufgelöst wird; viele greifen bei Bedarf mehrmals täglich dazu. Im Sortiment von Balneo finden sich neben dem Erkältungsbad auch Produkte wie Gurgelsalz, Salzpastillen und Salzbonbons, die allesamt auf Bad Reichenhaller Solesalz basieren. Während das Gurgelsalz zu Hause zur Anwendung kommt, passen Pastillen und Bonbons bequem in jede Jacken- oder Handtasche praktisch für unterwegs, im Büro oder auf Reisen. Solche Ergänzungen zeigen, wie vielseitig das traditionsreiche Naturprodukt eingesetzt werden kann. Welche Form am besten in den eigenen Alltag passt, hängt letztlich von den persönlichen Gewohnheiten und Vorlieben ab.
Ein warmes Bad mit einem durchdachten Zusatz ist in der Erkältungszeit ein kleiner, aber feiner Baustein für das eigene Wohlbefinden. Entscheidend sind natürliche Inhaltsstoffe, eine sinnvolle Dosierung und der richtige Moment bei Fieber gehört dagegen Ruhe statt heißes Wasser auf den Plan. Wer auf die Signale seines Körpers hört und Produkte wählt, deren Zusammensetzung er nachvollziehen kann, macht vieles richtig. So wird aus dem Gang in die Badewanne genau das, was er sein soll: eine wohltuende Auszeit mitten in der Schnupfenzeit.