Albanien mit dem Mietwagen entdecken: Die schönsten Routen an der Riviera
Wenn Ende August in Mecklenburg-Vorpommern die Sommerferien enden, beginnt für viele Reisende die entspanntere Nebensaison. Weniger Trubel, ruhigere Strände und oft günstigere Preise machen den Herbst attraktiv. Auch Albanien punktet jetzt mit sommerlichen Temperaturen und zunehmend weniger Besuchern an der Küste.
Die albanische Riviera verbindet spektakuläre Berglandschaften mit dem Ionischen Meer, historischen Städten und zahlreichen Stränden. Besonders reizvoll ist die Küstenstraße SH8 zwischen Vlora und Saranda. Mit einem Mietwagen lässt sich die Strecke flexibel erkunden und mit Abstechern zu kleineren Orten, Buchten und Sehenswürdigkeiten verbinden.
Die Route: Von Vlora über den Llogara-Pass nach Saranda
Vlora eignet sich ideal als Ausgangspunkt für eine Fahrt entlang der albanischen Riviera. Die Stadt verbindet eine lebendige Strandpromenade mit historischen Sehenswürdigkeiten und bietet eine gute Ausgangslage für die Weiterreise in Richtung Süden.
Von Vlora führt die SH8 hinauf zum Llogara-Pass im Ceraunischen Gebirge. Die Strecke durch den Llogara-Nationalpark gehört zu den landschaftlich eindrucksvollsten Abschnitten der Route. Dichte Kiefernwälder, Berglandschaften und Ausblicke auf das Ionische Meer prägen die Fahrt. Bei entsprechendem Wetter reicht der Blick weit über die Küste.
Wer die gesamte Strecke von Vlora über die Riviera bis nach Ksamil fahren möchte, sollte ausreichend Zeit einplanen. Die Straßen sind vielerorts gut ausgebaut, verlaufen jedoch kurvenreich und durch bergiges Gelände.
Ein Mietwagen in Albanien bietet dabei vor allem Flexibilität: Zwischenstopps an Aussichtspunkten, Stränden oder kleineren Orten lassen sich unabhängig von Fahrplänen einplanen.
Die Orte entlang der Küste
Zwischen dem Llogara-Pass und Saranda liegen mehrere Orte, die sich für einen Zwischenstopp anbieten. Sie unterscheiden sich vor allem in Landschaft, Infrastruktur und touristischem Angebot.
-
Dhërmi: Der Küstenort verbindet einen historischen Ortskern mit Stränden und verschiedenen Möglichkeiten für Ausflüge.
-
Vuno: Das kleine Bergdorf liegt etwas oberhalb der Küste und bietet einen Einblick in die traditionelle Architektur der Region.
-
Himara: Die Stadt ist ein beliebter Ausgangspunkt für Strand- und Bootsausflüge und eignet sich gut für eine Übernachtung.
-
Borsh: Der Ort ist vor allem für seinen langen Strand bekannt und bietet eine vergleichsweise ruhige Atmosphäre abseits der größeren Küstenorte.
-
Ksamil: Türkisfarbenes Wasser und vorgelagerte Inseln machen Ksamil zu einem der bekanntesten Reiseziele an der albanischen Riviera. In den Sommermonaten ist entsprechend mit mehr Besuchern zu rechnen.
Wer nicht nur die Strecke abfahren möchte, kann mehrere Zwischenstopps einplanen. Besonders bei einer Reise im eigenen Tempo lohnt es sich, nicht jede Etappe im Voraus minutengenau festzulegen.
Geschichte am Straßenrand: Butrint und Gjirokastra
Die albanische Riviera hat neben Stränden und Landschaft auch kulturell einiges zu bieten. In der Nähe von Ksamil liegt Butrint, eine archäologische Stätte und UNESCO-Weltkulturerbe. Die Anlage vereint Zeugnisse verschiedener Epochen, darunter griechische und römische Bauwerke, byzantinische Überreste und venezianische Befestigungsanlagen.
Für den Besuch sollte ausreichend Zeit eingeplant werden. Die historische Anlage lässt sich gut zu Fuß erkunden und bietet gleichzeitig einen Einblick in die wechselvolle Geschichte der Region.
Auch ein Abstecher nach Gjirokastra lohnt sich. Die Stadt liegt etwas landeinwärts und gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. Charakteristisch sind die aus Stein errichteten Häuser, die sich an den Hängen entlangziehen. Über der Stadt thront eine historische Festung mit Blick über das Drino-Tal.
Wer neben der Küste auch das Landesinnere kennenlernen möchte, kann Gjirokastra gut in eine Rundreise durch Südalbanien integrieren.
Praktische Tipps für die Fahrt
Einige Punkte sollten bei der Planung einer Mietwagenreise entlang der Riviera berücksichtigt werden:
-
Tankstopps einplanen: Tankstellen gibt es entlang der Route, allerdings nicht in jedem kleinen Küstenort. Bei größeren Ortschaften kann es sinnvoll sein, den Tank aufzufüllen.
-
Zeit für die Strecke einplanen: Die SH8 verläuft teilweise durch bergiges Gelände und kurvenreiche Abschnitte. Plane daher ausreichend Zeit ein.
-
Reisezeit beachten: Juli und August gehören zur Hauptsaison. Wer weniger Trubel sucht, kann die Riviera im Juni oder September besuchen.
-
Übernachtungen vergleichen: Kleinere Orte wie Borsh oder Vuno können eine ruhigere Alternative zu stark frequentierten Urlaubsorten bieten.
-
Pausen einlegen: Entlang der Küstenstraße gibt es zahlreiche Aussichtspunkte und Möglichkeiten für kurze Zwischenstopps. Gerade diese spontanen Pausen machen den Reiz einer Fahrt entlang der Riviera aus.
Entlang der Strecke finden sich außerdem immer wieder Bunker und andere Relikte aus der kommunistischen Vergangenheit Albaniens. Sie gehören inzwischen ebenso zum Landschaftsbild wie die Bergstraßen und Küstenorte.
Warum sich eine Rundreise entlang der Riviera lohnt
Die albanische Riviera verbindet unterschiedliche Reiseerlebnisse auf vergleichsweise kurzer Strecke: Küstenlandschaften, Bergregionen, historische Orte und Strände liegen teilweise nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Die SH8 ist dabei nicht lediglich eine Verbindung zwischen einzelnen Reisezielen, sondern selbst ein wichtiger Teil der Reise.
Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, kann die Route flexibel gestalten und auch kleinere Orte oder abgelegene Aussichtspunkte einbeziehen. Gleichzeitig lohnt es sich, für die einzelnen Etappen ausreichend Zeit einzuplanen. Gerade auf den kurvenreichen Abschnitten zwischen Vlora, dem Llogara-Pass und Saranda steht nicht die möglichst schnelle Ankunft im Vordergrund, sondern die Landschaft entlang der Strecke.